Behandlungen vom GLP-1-Typ, wie Semaglutid und Tirzepatid, können bei manchen Menschen die Verdauung verlangsamen. Deshalb kann Verstopfung insbesondere zu Beginn oder nach einer Dosiserhöhung auftreten.
Warum entsteht sie?
Ein verminderter Appetit kann dazu führen, dass weniger Nahrung, Ballaststoffe und Flüssigkeit aufgenommen werden. Außerdem können die Medikamente den Verdauungsrhythmus verändern. Wenn du deutlich weniger isst, wenig Wasser trinkst und dich weniger bewegst, wird Verstopfung wahrscheinlicher.
Zum Thema Sicherheit lies auch den Artikel über Nebenwirkungen von Wegovy und den Ratgeber zu Tirzepatid.
Was kannst du mit ärztlicher Zustimmung versuchen?
- die Ballaststoffmenge schrittweise erhöhen: Gemüse, Hülsenfrüchte, Hafer und Samen;
- über den Tag verteilt regelmäßig trinken;
- nach dem Essen spazieren gehen und dich leicht körperlich bewegen;
- kleine Mahlzeiten mit Eiweiß und Ballaststoffen essen;
- vor der Verwendung von Abführmitteln ärztlichen Rat einholen, insbesondere bei Verdauungserkrankungen.
Eine mediterrane Ernährung ist hilfreich, weil sie Ballaststoffe und ungesättigte Fette liefert. Die Portionen müssen jedoch an die Verträglichkeit angepasst werden.
Warnzeichen
Kontaktiere den Arzt bei starken Bauchschmerzen, anhaltendem Erbrechen, ausgeprägtem Blähbauch, Blut im Stuhl, fehlendem Windabgang oder rasch zunehmender Verstopfung. Erhöhe die Dosis nicht und kombiniere keine Behandlungen ohne ärztliche Empfehlung.
Wie verhinderst du ein erneutes Auftreten?
In einer Online-Ernährungssprechstunde kann der Plan hinsichtlich Ballaststoffen, Eiweiß, Flüssigkeit und verträglichen Mahlzeiten angepasst werden. Verstopfung sollte nicht nur als lästige Beschwerde betrachtet werden, da sie die Therapietreue beeinträchtigen kann.



