Emotionales Essen entsteht, wenn Essen bei Stress, Müdigkeit, Traurigkeit, Langeweile oder als Belohnung eingesetzt wird und nicht nur bei Hunger. Es ist keine Willensschwäche, sondern ein Muster, das sich verstehen und verändern lässt.
Woran erkennst du es?
der Appetit kommt plötzlich und richtet sich auf ganz bestimmte Lebensmittel, meist süße oder salzige;
du isst schnell, ohne den Geschmack wahrzunehmen;
nach der Episode entstehen Schuldgefühle;
es wiederholt sich zu bestimmten Zeiten: abends, nach Konflikten, nach der Arbeit oder wenn du müde bist.
Lust auf Süßes und Blutzucker
Manchmal hängt die Lust auf Süßes mit unausgewogenen Mahlzeiten, wenig Schlaf oder übermäßigen Einschränkungen zusammen. Bei Prädiabetes oder Diabetes ist es wichtig, Süßhunger von den Symptomen eines niedrigen Blutzuckers zu unterscheiden. Siehe dazu den Artikel über Unterzuckerung.
Welche Strategien helfen?
regelmäßige Mahlzeiten mit Eiweiß und Ballaststoffen;
geplante Zwischenmahlzeiten statt spontaner Entscheidungen unter Stress;
Schlaf und echte Pausen im Tagesverlauf;
Auslöser in einem einfachen Tagebuch erkennen;
eine unterstützende Ernährungsumgebung: Halte auslösende Lebensmittel nicht ständig zu Hause bereit.
Bei einem Gewichtsplateau gehört emotionales Essen zu den Bereichen, die ohne Verurteilung betrachtet werden sollten.
Wann brauchst du Hilfe?
Wenn die Episoden häufig sind und mit Kontrollverlust, starker Scham oder zwanghaftem Essen einhergehen, ist eine medizinische und psychologische Abklärung sinnvoll. Ernährung kann helfen, manchmal braucht es aber auch Unterstützung beim Essverhalten.
Du kannst mit einer Online-Ernährungssprechstunde oder einem individuellen Ernährungsplan beginnen.



