Der Blutdruck gehört bei Diabetes, Adipositas und metabolischem Syndrom zu den wichtigsten Messwerten. Wenn erhöhter Blutdruck mit veränderten Blutzucker- und Blutfettwerten zusammenkommt, steigt das Herz-Kreislauf-Risiko.
Warum ist er bei Diabetes wichtig?
Diabetes kann Blutgefäße, Nieren und Herz schädigen. Bluthochdruck belastet dieselben Organe zusätzlich. Deshalb sollte der Blutdruck bei Menschen mit Typ-2-Diabetes regelmäßig kontrolliert werden und nicht erst, wenn Beschwerden auftreten.
Wie misst du richtig?
- sitze vor der Messung 5 Minuten ruhig;
- verwende eine zum Arm passende Manschette;
- stütze den Arm auf Herzhöhe ab;
- miss nicht unmittelbar nach Kaffee, körperlicher Anstrengung, Rauchen oder starkem Stress;
- notiere den Durchschnitt mehrerer Messungen, nicht nur einen einzelnen Wert.
Wenn deine Werte wiederholt erhöht sind, sprich mit dem Arzt. Ein einzelner Wert kann durch Stress, Schmerzen, Schlaf oder Salzkonsum beeinflusst sein; wiederholt erhöhte Werte sollten jedoch nicht ignoriert werden.
Was kannst du verändern?
Gewichtsabnahme, körperliche Aktivität, weniger Salz, begrenzter Alkoholkonsum, Schlaf und Blutzuckerkontrolle können helfen. Eine mediterrane Ernährung und ein Plan mit Gemüse, Eiweiß, Ballaststoffen und ungesättigten Fetten wirken sich auf mehrere Risikofaktoren gleichzeitig aus.
Welche Laborwerte hängen mit dem Blutdruck zusammen?
Der Arzt kann Kreatinin, eGFR, den Albumin-Kreatinin-Quotienten im Urin, das Lipidprofil, den Blutzucker und den HbA1c kontrollieren. Wenn dir mehrere Laborergebnisse vorliegen und du ihre gemeinsame Bedeutung nicht verstehst, kannst du eine Befundbesprechung vereinbaren.



