Bei Diabetes und Prädiabetes ist der Blutzucker nicht der einzige wichtige Laborwert. Cholesterin und Triglyzeride helfen, das Herz-Kreislauf-Risiko einzuschätzen, und können auf ein metabolisches Syndrom hinweisen.
Was gehört zum Lipidprofil?
- Gesamtcholesterin – ein allgemeiner Wert, der allein aber nicht ausreicht;
- LDL-Cholesterin – mit dem Arterioskleroserisiko verbunden;
- HDL-Cholesterin – höhere Werte gelten üblicherweise als schützend;
- Triglyzeride – häufig erhöht bei Insulinresistenz, Fettleber und Übergewicht.
Die Werte müssen gemeinsam mit Blutdruck, Gewicht, familiärer Vorgeschichte, Rauchen, Alter und HbA1c beurteilt werden.
Warum steigen Triglyzeride?
Triglyzeride können durch eine hohe Zucker- und Alkoholzufuhr, Kalorienüberschuss, Insulinresistenz, schlecht eingestellten Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Nierenerkrankungen, bestimmte Medikamente oder genetische Veranlagung steigen. Bei vielen Menschen gehen erhöhte Triglyzeride mit niedrigem HDL und vergrößertem Bauchumfang einher.
Welche Veränderungen helfen?
- schrittweise Gewichtsabnahme bei Übergewicht;
- weniger Zucker, Säfte, Alkohol und hochverarbeitete Produkte;
- mehr Ballaststoffe: Gemüse, Hülsenfrüchte, Hafer, Vollkornprodukte;
- regelmäßige körperliche Aktivität;
- ein Ernährungsmuster wie die mediterrane Ernährung.
Bei stark erhöhten Werten oder Diabetes kann der Arzt eine Behandlung empfehlen. Zur Einordnung kannst du die Online-Besprechung von Laborbefunden nutzen.
Hilfreiche weiterführende Links
Das Lipidprofil hängt eng mit der metabolischen Fettleber, dem Blutdruck und der Gewichtskontrolle zusammen. Ein individueller Ernährungsplan kann deshalb gleichzeitig Blutzucker, Blutfette und Gewicht berücksichtigen.



