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Diabetische Neuropathie: Kribbeln, Schmerzen, Taubheit und Vorbeugung von Komplikationen

Donnerstag, 16. April 2026
4 Min. Lesezeit

Veröffentlicht von Clinica Virtuală Dr. Petrache. Über Dr. Petrache

Diabetes
Kontrolle der Füße bei diabetischer Neuropathie

Diabetische Neuropathie bezeichnet eine mit Diabetes verbundene Nervenschädigung. Sie kann nach jahrelang erhöhten Blutzuckerwerten entstehen. Das Risiko wird aber auch durch Blutdruck, Cholesterin, Rauchen, Gewicht, Diabetesdauer und individuelle Veranlagung beeinflusst.

Die bekannteste Form betrifft die Füße: Kribbeln, Taubheit, Brennen, Schmerzen oder verändertes Empfinden. Manchmal ist nicht der Schmerz das Problem, sondern sein Fehlen: Eine kleine Wunde kann unbemerkt bleiben.

Erste Anzeichen, die du besprechen solltest

  • Kribbeln oder ein Gefühl von Nadelstichen an den Fußsohlen;
  • Brennen, besonders abends oder nachts;
  • Taubheit, kalte Füße oder vermindertes Empfinden;
  • Schmerzen bei leichter Berührung;
  • Krämpfe, Gleichgewichtsstörungen oder das Gefühl, den Boden nicht richtig zu spüren;
  • Hornhautstellen, Wunden, Risse oder Infektionen, die schlecht heilen.

Diese Beschwerden sind nicht immer durch Diabetes bedingt. Vitaminmangel, Probleme der Wirbelsäule, der Durchblutung oder der Schilddrüse sowie andere Ursachen sind möglich. Wenn du Diabetes hast, sollten sie dennoch abgeklärt werden.

Warum die Blutzuckerkontrolle wichtig ist

Dauerhaft erhöhter Blutzucker kann kleine Gefäße und Nerven schädigen. Die Kontrolle von HbA1c, Blutzuckerwerten und Unterzuckerungen hilft bei der Anpassung der Behandlung. Weitere Informationen findest du im Artikel zum HbA1c und im Ratgeber zum Blutzucker vor und nach dem Essen.

Es geht nicht nur um Zucker. Blutdruck, Rauchen, Cholesterin und Gewicht beeinflussen das Gefäßrisiko. Ein guter Diabetesplan umfasst deshalb mehrere Ziele und nicht nur „einen niedrigeren Blutzucker“.

Fußpflege ist nicht optional

Bei vermindertem Empfinden müssen die Füße täglich kontrolliert werden. Achte auf Rötungen, Blasen, Schnitte, eingewachsene Nägel, Druckstellen oder Farbveränderungen. Trage bequeme Schuhe und vermeide Barfußgehen bei Neuropathie oder Verletzungsrisiko. Schneide die Nägel vorsichtig und hole bei schwierigen Hornhautstellen medizinische Hilfe, statt sie zu Hause aggressiv zu behandeln.

Eine kleine Wunde kann bei Neuropathie und schlechter Durchblutung ernst werden. Infektionszeichen, Sekret, unangenehmer Geruch, Fieber, ausgedehnte Rötung oder neue Schmerzen erfordern eine rasche Abklärung.

Was kann in der Sprechstunde getan werden?

Der Arzt kann Empfindungsvermögen, Fußpulse, Haut, Reflexe und Schuhwerk untersuchen. Er kann Laboruntersuchungen, eine Anpassung der Diabetesbehandlung, eine Gefäßuntersuchung, Neurologie, Podologie oder eine Behandlung neuropathischer Schmerzen empfehlen. Nimm Medikamente gegen neuropathische Schmerzen nicht ohne ärztliche Beratung ein, besonders bei Nierenerkrankung, Schläfrigkeit, weiteren Medikamenten oder Sturzrisiko.

Zur Optimierung von Blutzucker und Mahlzeiten kannst du mit einer Online-Diabetes-Sprechstunde beginnen. Bei zusätzlichem Übergewicht siehe auch den Artikel über Schlafapnoe, Adipositas und Diabetes, denn der Schlaf kann die Stoffwechselkontrolle beeinflussen.

Langfristige Vorbeugung

Zur Vorbeugung gehören individuell angepasste Blutzuckerkontrolle, Rauchstopp, sichere körperliche Aktivität, Behandlung von Blutdruck und Cholesterin, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Kontrollen. Bewegung ist hilfreich. Bei vermindertem Empfinden sind jedoch gutes Schuhwerk und Fußkontrollen nach Belastung wichtig.

Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, lies auch den Artikel über Bewegung nach dem Essen und Blutzucker und besprich anschließend mit dem Arzt, welche Aktivität für dich geeignet ist.

Was du zu Hause kontrollierst

Eine einfache Routine kann große Probleme verhindern: Kontrolliere abends die Fußsohlen, schaue zwischen die Zehen, achte auf rote Stellen durch Schuhe und notiere jede nicht heilende Wunde. Wenn du die Fußsohle schlecht sehen kannst, verwende einen Spiegel oder bitte um Hilfe. Pflege trockene Haut mit Feuchtigkeit, vermeide aber zu viel Creme zwischen den Zehen, wo Nässe Reizungen begünstigen kann.

Prüfe heißes Wasser bei vermindertem Empfinden nicht mit dem Fuß. Verwende ätzende Hühneraugenpflaster nicht ohne Empfehlung. Ignoriere einen eingewachsenen Nagel oder einen Hautriss nicht, weil „es nicht wehtut“. Bei Neuropathie bedeutet fehlender Schmerz nicht fehlendes Risiko.

Ernährung und Neuropathie

Ernährung repariert Nerven nicht über Nacht, hilft aber bei den Faktoren, die das Risiko aufrechterhalten: Blutzucker, Gewicht, Cholesterin und Blutdruck. Regelmäßige Mahlzeiten, Ballaststoffe und ausreichend Eiweiß können starke Blutzuckerschwankungen verringern. Ein Vitamin-B12-Mangel oder andere Probleme werden gezielt behandelt und nicht durch beliebig eingenommene Nahrungsergänzungsmittel.

Verwendete medizinische Quellen

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