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Diabetische Retinopathie: Warum Augenkontrollen auch bei gutem Sehen wichtig sind

Montag, 13. April 2026
3 Min. Lesezeit

Veröffentlicht von Clinica Virtuală Dr. Petrache. Über Dr. Petrache

Diabetes
Augenärztliche Früherkennung der diabetischen Retinopathie

Diabetische Retinopathie ist eine Diabeteskomplikation, die die kleinen Blutgefäße der Netzhaut betrifft. Sie kann zu verschwommenem Sehen, Flecken im Gesichtsfeld, Blutungen, Makulaödem und in schweren Fällen zu Sehverlust führen.

Das Schwierige ist, dass sie anfangs weder Schmerzen noch deutliche Beschwerden verursachen muss. Deshalb sollten Menschen mit Diabetes nicht erst dann zum Augenarzt gehen, wenn sie schlechter sehen.

Warum entsteht sie?

Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte schädigen kleine Gefäße. Das Risiko steigt mit der Diabetesdauer, unzureichender Blutzuckerkontrolle, erhöhtem Blutdruck, Nierenerkrankung, Schwangerschaft und weiteren Herz-Kreislauf-Problemen. Es ist keine persönliche Schuld, sondern eine Komplikation, der vorgebeugt werden muss und die früh erkannt werden sollte.

Die Kontrolle von Blutzucker, Blutdruck und Blutfetten hilft, das Fortschreitungsrisiko zu verringern. Siehe auch den Artikel über Nieren bei Diabetes, denn Augen und Nieren können Schäden an kleinen Gefäßen widerspiegeln.

Wann sollte die Kontrolle erfolgen?

Die genaue Häufigkeit wird mit Augenarzt und Diabetologen festgelegt. Menschen mit Typ-2-Diabetes benötigen im Allgemeinen bei der Diagnose oder kurz danach eine Augenuntersuchung, weil der Diabetes bereits Jahre vor seiner Entdeckung bestehen kann. Bei Typ-1-Diabetes richten sich die Empfehlungen nach Krankheitsdauer und Alter. Eine Schwangerschaft verändert das Risiko und kann engmaschigere Kontrollen erforderlich machen.

Die Untersuchung kann eine Pupillenerweiterung, Netzhautfotografien, Netzhauttomografie oder weitere Tests umfassen. Wichtig ist eine Untersuchung im Hinblick auf Diabetes und nicht nur eine Überprüfung der Brillenstärke.

Symptome, die du nicht ignorieren solltest

  • neu aufgetretenes verschwommenes Sehen;

  • Flecken, Schatten oder dunkle Formen im Gesichtsfeld;

  • Schwierigkeiten beim Lesen oder Erkennen feiner Details;

  • Lichtblitze, Verzerrungen oder plötzlicher Sehverlust;

  • große Unterschiede im Sehvermögen beider Augen.

Plötzliche Veränderungen des Sehens erfordern eine rasche Abklärung. Warte bei einer deutlichen Veränderung nicht bis zur nächsten geplanten Kontrolle.

Welche Rolle spielt HbA1c?

Der HbA1c zeigt den durchschnittlichen Blutzucker der ungefähr letzten drei Monate, sagt aber nicht alles aus. Zwei Menschen mit demselben HbA1c können unterschiedliche Blutzuckerschwankungen haben. Eine bessere, stabile und individuell festgelegte Blutzuckerkontrolle ist dennoch eine der zentralen Maßnahmen zum Schutz der Augen.

Strebe keine rasche Senkung ohne ärztliche Überwachung an, besonders bei fortgeschrittener Retinopathie oder komplexer Behandlung. Die Ziele werden individuell nach Alter, Diabetesdauer, Unterzuckerungsrisiko und Komplikationen festgelegt.

Was kannst du zwischen den Kontrollen tun?

  • halte dich an die Blutzuckerkontrollen und die verordnete Behandlung;

  • miss den Blutdruck und besprich erhöhte Werte;

  • lasse Lipidprofil und Herz-Kreislauf-Risiko prüfen;

  • vereinbare die Augenuntersuchung, bevor Beschwerden auftreten;

  • rauche nicht oder hole dir Unterstützung beim Aufhören;

  • informiere den Arzt über Veränderungen des Sehens.

Zur Anpassung von Mahlzeiten und Überwachung kann eine Online-Diabetes-Sprechstunde hilfreich sein. Bei vielen Laborbefunden beginne mit einer Befundbesprechung.

Was du zum Augenarzt mitbringst

Idealerweise bringst du aktuelle HbA1c-Werte, eine Medikamentenliste, kürzlich gemessene Blutdruckwerte, deine Diabetesvorgeschichte und frühere Untersuchungsbefunde mit. Notiere bei Episoden verschwommenen Sehens, wann sie auftreten: morgens, nach Mahlzeiten, bei hohen Blutzuckerwerten oder nach Unterzuckerungen. Rasche Blutzuckerschwankungen können das Sehen vorübergehend verändern und die Brillenauswahl erschweren.

Informiere den Arzt, wenn du schwanger bist, eine Schwangerschaft planst oder eine Nierenerkrankung hast. Die Überwachung kann dann anders aussehen. Verschiebe die Kontrolle nicht, weil du „noch gut siehst“; genau dafür ist die Früherkennung da.

Die Behandlung hängt vom Stadium ab

Manche Formen erfordern nur Überwachung und Stoffwechselkontrolle, andere können spezialisierte augenärztliche Behandlungen benötigen. Die Entscheidung trifft der Augenarzt. Deine Aufgabe als Patient ist, rechtzeitig zur Untersuchung zu kommen, Risikofaktoren zu kontrollieren und neue Beschwerden rasch zu melden.

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